Mahndepot
Foto: SMD

"Es gibt nichts auf der Welt, was so unsichtbar wäre wie Denkmäler." Robert Musil schrieb diesen Satz, als Denkmäler noch das Ziel hatten, eine Ehrung auszusprechen, einem glorifizierten Heldentum ein Zeichen zu setzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Zielvorgabe von Gedenkstätten. Aus dem Ehren wurde ein Mahnen. Der Problematik um das Nichtbewusstsein und kontinuierliche Vergessen der vielen historisch kontaminierten Orte in der Stadt, die achtunggebende Funktion ob ihrer Geschichte und der dort geschehenen Verbrechen übernehmen sollten, hat sich die Künstlergruppe Kunstplan seit dem Jahr 2001 mit dem Projekt Mahndepot angenommen. Um die Geschichte an diesen Orten dem Vergessen nicht anheim zu stellen, wird jährlich zum 13. Februar die Geschichte eines bestimmten Ortes recherchiert, um sie im Mahndepot zu bewahren. Gleichzeitig wird eine Urne am Ort des Geschehens versenkt. Im Innern der 10cm langen Hülse befindet sich die Niederschrift der Geschichte mit einer Fotografie des Ortes. So entsteht eine Art Gedenkminennetz im dem Untergrund, der die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner trägt. Aktuelle Informationen unter:          Mahndepots

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